FAQ - Rund um Haut & Inhaltsstoffe


Anti-Aging-Wirkung! Warum?

Die Hautalterung wird von zwei Faktoren beeinflusst: Genetik und äußeren Einflüssen. Äußere Einflüsse sind z.B. UV-Strahlung, Schadstoffe, Luftverschmutzung, falsche Ernährung, Erkrankungen, übermäßiger Genussmittelkonsum.

Unabhängig von äußeren Einflüssen verändert sich die Haut im Laufe der Zeit. Die Stoffwechselaktivität nimmt ab, die Hautzellen werden nur noch langsam neu nachgebildet. Nährstoffe können schlechter aufgenommen und gespeichert werden. Die Haut wird trockener, da immer weniger Lipide gebildet werden. Trockene, schlaffe, fahle Haut und Falten sind die Folgen. Anti-Aging-Wirkstoffe verlangsamen die natürliche Hautalterung. Die Wirkmechanismen gehen von Schutzwirkung über Reparaturwirkung bis zur Stimulation körpereigener Prozesse.

In kamia Pflegeprodukten werden alle drei Wirkmechanismen durch verschiedene natürliche Inhaltsstoffe angesprochen, z.B. Schutz vor oxidativen Schäden, Regeneration der Lipidschicht und Stimulation der Kollagen-Synthese.

Für ein strahlend schönes, straffes Hautbild und ausgewogen gepflegtes Aussehen.



Wie entstehen Pigmentflecke/Altersflecken?

Pigmentflecke sind harmlose Pigmentstörungen der Haut, die unter anderem durch langjährige UV-Strahlung entstehen. Das Melanin (=braunes Pigment) in der Haut schwächt die UV-Strahlung ab, um so Schäden in den tieferen Hautschichten zu verhindern. Melanin wird dazu verstärkt produziert, wodurch eine bräunliche Färbung auf der Haut entsteht. Besonders betroffen sind die, der Sonne am häufigsten ausgesetzten Hautpartien, wie Gesicht, Handrücken und Unterarme. Ausreichender UV-Schutz ist zur Vorbeugung von Pigmentflecken unerlässlich.

In unseren aufhellenden Gesichtscremes verwenden wir Wüstendattelpalmextrakt zur nachhaltigen Aufhellung von Altersflecken.



Aufbau und Aufgaben der Haut/Cutis


„Die Haut ist der Spiegel der Seele.“

Der Haut, auch Cutis genannt, kommen eine ganze Reihe wichtiger Aufgaben zu. Dazu stehen ihr besondere „Instrumente“ zur Verfügung, wie z.B. der „Transepidermale Wasserverlust“ (TEWL), die „Natural Moisturizing Factors“ (NMF), die Durchblutung und auch der Schweiß. Mit deren Hilfe reguliert sie den Wasserhaushalt und die Körpertemperatur. Sie wehrt Infektionen und Allergien ab und schützt vor schädigenden Umwelteinflüssen. Sie speichert Energie, repariert Wunden und ist Medium zur Ausscheidung von Giftstoffen und Stoffwechselendprodukten. Nicht zuletzt fungiert sie als Sinnesorgan durch eine Vielzahl von Rezeptoren, die Schmerz, Wärme, Vibration und Druck wahrnehmen.

Die Haut ist ein Schichtsystem, ähnlich einer Zwiebel. Von außen nach innen ist der Aufbau folgender: Oberhaut/Epidermis, Lederhaut/Corium, Unterhaut/Subcutis und zuletzt die Körperfaszie.



Die Epidermis (Oberhaut) besteht aus fünf unterschiedlichen Schichten. Hornschicht, Glanzschicht und Körnerzellschicht bestehen aus verhornten, abgestorbenen Zellen. Die Lipidschicht auf der Hornhaut schützt die Haut vor Austrocknung und sorgt für Nährstoff- und Feuchtigkeitsaufnahme, sowie deren Speicherung. In der Körnerzellschicht wird Karatohyalin, die Vorstufe des Keratins, gebildet. Dieses lagert sich in der darüber liegenden Glanzschicht ab. Von dort aus wandert es allmählich in Form von verhornten Zellen nach oben in die Hornschicht. Die oben liegenden verhornten Zellen werden abgestoßen. Etwa alle 27 Tage wird so die Hornschicht erneuert.

Die Stachelzellschicht  und Basalschicht bestehen aus lebenden Zellen und stellen so die Materialzufuhr in die oberen Schichten sicher. Bei Verletzungen sorgen sie für Neubildung der Hautzellen.

Das Corium (Lederhaut) besteht größtenteils aus lockerem Bindegewebe, was es elastisch macht. Es ist in zwei Schichten unterteilt: Zapfenschicht und Netzschicht. Die Zapfenschicht ist durch Papillen fest mit der Basalschicht der Epidermis verbunden. In der Zapfschicht befinden sich kleine Blutgefäße, die die Epidermis versorgen. Hier haben auch Lymphgefäße ihren Ursprung. Die Rezeptoren für Wärme, Kälte und den Tastsinn sitzen ebenfalls in der Zapfenschicht. Diese Schicht ist für die Immunabwehr sehr wichtig, da sich in ihr verschiedene Zellen befinden, wie z.B. Blutzellen, Fibroblasten, Lymphozyten, Makrophagen etc., die bei Verletzungen und Infektionen benötigt werden.

Die Netzschicht besteht aus einem dichten Netz aus Kollagenfasern, gefüllt mit elastischem Bindegewebe. Gemeinsam sorgen Kollagenfasern und das in ihr liegende elastische Bindegewebe für die Elastizität und Festigkeit der Haut. Zusätzlich liegen im Corium Talg-, Duft-, Schweißdrüsen und Haarbläschen.

Die Subcutis (Unterhaut) setzt sich aus lockerem Bindegewebe mit darin eingebetteten kleinen Fettpolstern und Faserenden aus dem Corium zusammen. Diese Faserenden verbinden die Haut mit den darunter liegenden Geweben und sorgen so für mehr oder weniger Flexibiliität der Haut, je nach Körperregion.

Die Körperfaszie schließt sich den Hautschichten an. Sie besteht aus sehr festen Kollagenfasern und grenzt die Haut von Muskulatur, Knorpel, Knochen oder Fett, je nach Körperregion, ab.



Was wird als „Transepidermaler Wasserverlust“ bezeichnet?

Durch Schwitzen verlieren wir Wasser. Aber auch durch den sogenannten „Transepidermalen Wasserverlust“ verlieren wir Wasser über unsere Haut. Täglich verlieren wir ca. einen halben Liter Wasser, indem Wasser von innen nach außen über die Haut durch passiven Transport abgegeben wird.

Eine gesunde Hautbarriere sorgt für den regulierten „Transepidermale Wasserverlust“ (TEWL). Ist die Hautbarrierefunktion gestört, verliert die Haut zu viel Wasser. Auch zu wenig Ausgangsmaterial, wie z.B. Linolsäure zum Aufbau von Ceramiden, steigert den TEWL erheblich. Unsere Haut wird trockener, empfindlicher und anfälliger für Bakterien, Pilze oder auch Allergien.



Was sind „NMF“ („Natural Moisturizing Factors“)?

Der Begriff „Natural Moisturizing Factors“ oder auch „Natürliche Feuchthaltefaktoren“ bezeichnet mehrere körpereigene Substanzen, welche die wichtige Aufgabe der Wasserspeicherung in unserer Haut übernehmen. Dazu gehören Aminosäuren, Urea, Hyaluronsäure, Milchsäure und Glycerin. Sie sorgen für glatte, frische und elastische Haut.

Im Alter, durch falsche Hygiene oder ungeeignete Kosmetikprodukte nimmt die Konzentration dieser „Natürlichen Feuchthaltefaktoren“ ab, was zu fahler, trockener Haut mit Falten führt. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, werden hauteigene oder verwandte Feuchthaltefaktoren in Kosmetika eingesetzt.



Was ist der Hydrolipidfilm?

Der Hydrolipidfilm ist eine Emulsion aus Wasser und Fett. Er überzieht die gesamte Haut zum Schutz vor Bakterien und Pilzen. Gleichzeitig hält er die Haut durch ein Gleichgewicht von Wasser und Fett weich und geschmeidig. Einige Bestandteile des hydrophilen Anteils (des wässrigen bzw. wasseraffinen Anteils) des Hydrolipidfilms sind saure Bestandteile wie z.B. Milchsäure, Pyrrolidoncarbonsäure und Aminosäuren, weshalb der hydrophile Anteil auch Säureschutzmantel genannt wird.
Er sorgt für einen stabilen pH-Wert der Haut im leicht sauren Milieu von pH 5,4-5,9. Je nach Körperregion, Jahreszeit und Gesundheitszustand variiert die Zusammensetzung des Hydrolipidfilms leicht. Es ist sehr wichtig, ihn als äußeren Schutzschild der Haut, durch geeignete Pflege gesund zu erhalten.



Was versteht man unter Lipidschicht und Membranen?

Die Lipidschicht bzw. Lipid-Doppelschicht, ist eine Membran. Sie ist durchlässig für bestimmte Arten von Ionen oder Molekülen, je nach Beschaffenheit. Lipide sind die Bausteine einer Membran. Ein Lipid kann man sich als Streichholz vorstellen, das auf der einen Seite hydrophil (wasserliebend) und auf der anderen Seite hydrophob (wasserabstoßend) ist. Lagern sich Lipide zu einer Lipid-Doppelschicht im wässrigen Milieu zusammen, befindet sich außen der hydrophile Teil und innen der hydrophobe Teil der einzelnen Lipide.



Die Lipidschicht auf der Haut ist zuständig für die Regulierung von Feuchtigkeits-/Nährstoffaufnahme, Abtransport von Schadstoffen und gezielte Feuchtigkeitsabgabe. Durch seine spezielle Bauweise kann sie Fremdstoffe teilweise sehr gut abwehren und schützt die Haut vor vielen schädlichen Einflüssen. Als „Schutzschild“ ist sie für ein schönes, gesundes Hautbild gut zu pflegen!



Welche Funktion haben Ceramide?

Ceramide sind Lipide, also körpereigene Fette, die zusammen mit anderen Hautbestandteilen eine natürliche Barriere bilden. Diese Barriere schützt die Haut vor Austrocknung und verhindert das Eindringen von Schadstoffen in die Haut. Im Alter geht die Produktion von hauteigenen Lipiden zurück, weshalb sie durch Pflegeprodukte für ein gesundes Hautbild von außen zugeführt werden müssen.



Was sind freie Radikale?

Freie Radikale sind hochreaktive Sauerstoffverbindungen, die aus unserer Atemluft entstehen, aber auch in verstärktem Maße durch UV-Strahlung, Schadstoffe in der Luft und Chemikalien. Auch psychischer und physischer Stress können zur Entstehung freier Radikale führen. Ihr Vorkommen im Übermaß (=oxidativer Stress) erzeugt Zellschäden und gilt nicht nur als mitverantwortlich für den Alterungsprozess, sondern wird auch in Zusammenhang mit der Entstehung einer Reihe von Krankheiten gebracht.

Ein Schutz vor den schädlichen Folgen durch freie Radikale stellt das körpereigene Abwehrsystem dar, in welchem vor allem Radikalfänger antioxidativ wirksam werden. Außer endogen (=vom Körper selbst) gebildeten Antioxidantien wirken im Abwehrsystem auch solche, die mit der Nahrung zugeführt werden. Eine gesunde Ernährung unter Einbeziehung von antioxidativ wirksamen Stoffen gilt als effektive Vorbeugung vor Herz-Kreislauferkrankungen. Eine Schutzwirkung vor bestimmten Krebsarten wird als möglich erachtet, ist jedoch nicht durch aussagekräftige Studien gesichert.



Was bedeutet oxidativer Stress?

Als oxidativen Stress bezeichnet man den Zustand, wenn freie Radikale nicht mehr ausreichend von Antioxidantien abgefangen werden können. Oxidativer Stress führt zu Oxidation von Fetten und Eiweiß und beschleunigt so die Alterung von Zellen. Radikalfänger schützen vor oxidativem Stress.



Was versteht man unter antioxidativer Wirkung bzw. Radikalfängern?

Antioxidativ wirkende Substanzen verhindern die Oxidation anderer Stoffe gezielt, z.B.  Vitamin C und E werde zur Konservierung zugesetzt. In Lebensmitteln verhindern sie eine Zersetzung von Molekülen durch Luftsauerstoff, um so eine lange Haltbarkeit zu erzielen. Im Körper wirken Antioxidantien als Radikalfänger, sie deaktivieren reaktiven Sauerstoff.

Sie reduzieren so oxidativen Stress, der zu Hautalterung und einer Reihe von Erkrankungen führt. In unseren Produkten setzen wir beispielsweise Baobab- oder Grünalgenextrakt ein, die als Radikalfänger wirken. Vitamin E, genauer α-Tocopherol, setzen wir ein um eine längere Haltbarkeit der frisch gerührten Pflegeprodukte zu garantieren.



Was wird als bakteriostatische Wirkung bezeichnet?

Von einer bakteriostatischen Wirkung spricht man immer dann, wenn Bakterienwachstum gehemmt wird. Die Bakterien werden von Bakteriostatika im Gegenstatz zu Bakteriziden nicht abgetötet. Es gibt eine Reihe von bakteriostatisch wirkenden pflanzlichen Stoffen, wie z.B. Meerrettich, Pelargonie.
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